Klauer et al. (2004). Inducing inductive reasoning: Does it transfer to fluid intelligence? Primary data.

Bibliografische Informationen

Ersteller: Klauer, Karl Josef

Mitwirkende: Klauer, Karl Josef; Willems, Klaus; Phye, Gary D.

Förderung: Institute’s financial resources

Titel: Die Induzierung induktiven Denkens: Besteht ein Transfer zur fluiden Intelligenz? Primärdaten.

Jahr der Publikation: 2004

Zitation: Klauer, K.J., Willmes, K., & Phye, G.D. (2004). Die Induzierung induktiven Denkens: Besteht ein Transfer zur fluiden Intelligenz? Primärdaten. (Version 1.0.0) [Daten und Dokumentation]. Trier: Forschungsdatenzentrum des Leibniz Institut für Psychologie ZPID. https://doi.org/10.5160/psychdata.krkl98in08

Zusammenfassung

K. J. Klauer hat eine Theorie des induktiven Denkens entwickelt, die die Prozesse präzisiert, mit deren Hilfe induktive Probleme gelöst werden können. Damit legt die Theorie zugleich fest, welche Aufgaben oder Probleme induktiver Natur sind. Es lässt sich zeigen, dass viele Intelligenztests, insbesondere solche, die die fluide Intelligenz erfassen, induktive Aufgaben erhalten.
Im vorliegenden Fall ging es darum zu prüfen, ob das Training des induktiven Denkens die intellektuelle Kompetenz statt nur die Performanz fördert. Außerdem ging es um die Frage der konvergenten und diskriminanten Validität des Trainings, das heißt ob das Training nur die fluide oder auch die kristallisierte Intelligenz sensu Cattell beeinflusst.
Die Datenbasis sollte hinreichend groß und geeignet sein, um mit Hilfe eines Strukturgleichungsmodells (LISREL) den erwarteten differentiellen Kausaleinfluss darzustellen. Experimentell war ja gesichert, dass Änderungen auf das Training zurückzuführen sind; mittels LISREL sollte aber geklärt werden, ob auch die Pfade erwartungsgemäß ausfallen.

Kodebuch

Kodebuch_krkl98in08_klauer_0004_kb1
PositionNameLabelValid_valuesMissing_values
18CPM22Raven-Matrizen-Test; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 15-21 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
19CPM2Raven-Matrizen-Test; Gesamttest; Posttest 110-43 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
16CFT2Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Gesamttest (Addition von CFT12 und CFT22); Posttest 132-72 "ganze zahlen"99 "fehlender Wert"
17CPM12Raven-Matrizen-Test; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 15-22 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
14CFT12Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 115-36 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
15CFT22Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 114-36 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
12WST22Wortschatztest; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 15-17 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
13WST2Wortschatztest; Gesamttest (Addition von WST12 und WST22); Posttest 114-35 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
10CPM1Raven-Matrizen-Test; Gesamttest (Addition von CPM11 und CPM21); Prätest7-35 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
11WST12Wortschatztest; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Posttest 15-18 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
7CFT1Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Gesamttest (Addition von CFT11 und CFT21); Prätest18-58 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
8CPM11Raven-Matrizen-Test; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest5-18 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
9CPM21Raven-Matrizen-Test; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest2-17 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
5CFT11Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest10-30 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
6CFT21Grundintellingenztest CFT 1 Skala 1; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest7-29 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
3WST21Wortschatztest; Teil 2 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest5-17 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
4WST1Wortschatztest; Gesamttest (Addition von WST11 und WST21); Prätest9-34 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
1TRAININGZugehörigkeit zur Trainings- oder Experimentalgruppe0 "Kontrollgruppe"
1 "Trainingsgruppe"
9 "fehlender Wert"
2WST11Wortschatztest; Teil 1 (bei Zufallsaufteilung des Tests); Prätest4-17 "ganze Zahlen"99 "fehlender Wert"
Kodebuch_krkl98in08_klauer_0004_kb2
PositionNameLabelValid_valuesMissing_values
9CFT2Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; Gesamttest (Addition von ST2_1_2 und St2_3_5); Posttest 132,00-71,00 "ganze Zahlen"9 "Fehlender Wert"
10CFT3Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; Gesamttest (Addition von ST3_1_2 und St3_3_5); Posttest 229,00-72,00 "ganze Zahlen"9 "Fehlender Wert"
7ST3_3_5Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; induktive Subtests 3-5; Posttest 211,00-48,00 "ganze zahlen"9 "Fehlender Wert"
8CFT1Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; Gesamttest (Addition von ST1_1_2 und St1_3_5); Prätest18,00-58,00 "ganze Zahlen"9 "Fehlender Wert"
5ST2_3_5Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; induktive Subtests 3-5; Posttest 111,00-47,00 "ganze zahlen"9 "Fehlender Wert"
6ST3_1_2Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; nicht-induktive Subtests 1-2; Posttest 212,00-24,00 "ganze Zahlen"9 "Fehlender Wert"
3ST1_3_5Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; induktive Subtests 3-5; Prätest5,00-35,00 "ganze Zahlen"99 "Fehlender Wert"
4ST2_1_2Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; nicht-induktive Subtests 1-2; Posttest 111,00-24,00 "ganze zahlen"9 "Fehlender Wert"
1GRUPPEZugehörigkeit zur Trainings- oder Experimentalgruppe0 "Kontrollgruppe"
1 "Trainingsgruppe"
9 "Fehlender Wert"
2ST1_1_2Grundintelligenztest CFT 1 Skala1; nicht-induktive Subtests 1-2; Prätest5,00-24,00 "ganze zahlen"99 "Fehlender Wert"

Studienbeschreibung

Forschungsfragen/Hypothesen: Ein Training des induktiven Denkens fördert allein induktives Denken, wirkt sich aber nicht auf die Leistung in Tests aus, die andere kognitive Prozesse ansprechen.
Ein Training des induktiven Denkens fördert nicht nur die Performanz unmittelbar nach Trainingsende, sondern wirkt sich auch langfristig positiv auf die induktive Kompetenz aus.

Forschungsdesign: Quasiexperimentelles Design, Gemischtes Design, Feldexperiment; mehrmalige Erhebung

Messinstrumente/Apparate:

In der Untersuchung wurden sechs Grundschulen berücksichtigt, die genau zwei erste Klassen hatten. Innerhalb der Grundschulen wurde je eine Klasse per Zufall als Trainingsklasse bestimmt, während die zweite Klasse als Kontrollklasse fungierte.
Die Prätests wurden eine Woche vor Beginn des Trainings erhoben. Verwendet wurden der Grundintelligenztest CFT 1 Skala 1 von Weiss und Osterland (1980), der Raven-Matrizen-Test CPM von Schmidtke, Schaller und Becker (1980) und der Wortschatztest für Schulanfänger von Kamratowski und Kamratowski (1969).
Die Interventionsphase dauerte 5 Wochen. Für die Kontrollgruppe war dies ganz regulärer Unterricht. Für die Experimentalgruppe ebenfalls; allerdings wurden in der Experimentalgruppe die Kinder zweimal pro Woche für je eine Stunde aus dem Unterricht herausgenommen und trainiert. Das Training fand in kleinen Gruppen zu 3-5 Kindern statt und wurde in einem separaten Raum durchgeführt. Trainerinnen waren zwei erfahrene Psychologinnen (Mitarbeiterinnen des Instituts).
Der Posttest 1 wurde innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss des Trainings erhoben (Grundintelligenztest CFT 1 Skala 1, Raven-Matrizen-Test, Wortschatztest für Schulanfänger), der Posttest 2 sechs Monate später (Grundintelligenztest CFT 1 Skala 1). Alle Tests wurden klassenweise erhoben.
Zuweisung der Schulklassen zur Experimental- und Kontrollgruppe erfolgte nach Zufall.

Datenerhebungsmethode:

Erhebung in Anwesenheit eines Versuchsleiters
– Gruppenvorgabe
– Papier und Bleistift

Population: Kinder im Grundschulalter

Erhebungszeitraum:

Überprüfung einer Intervention im längsschnittlichen Design:
Prätest: 1997-09
Training: 1997-09 bis 1997-11
Posttest 1: 1997-11
Posttest 2: 1998-04

Stichprobe: Sechs Grundschulen wurden ermittelt, die genau zwei erste Klassen hatten und bereit waren, an dem Projekt teilzunehmen. Innerhalb der Grundschulen wurde je eine Klasse per Zufall als Trainingsklasse bestimmt, während die zweite Klasse dann als Kontrollklasse fungierte.

Geschlechtsverteilung:

49,0% weibliche Probanden
51,0% männliche Probanden


Altersverteilung: 7 Jahre; 1 Monat (Median)

Räumlicher Erfassungsbereich (Land/Region/Stadt): Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Region Aachen

Probandenrekrutierung: Sechs Grundschulen wurden ermittelt, die genau zwei erste Klassen hatten und bereit waren, an dem Projekt teilzunehmen. Alle Schüler dieser Klassen wurden in der Erhebung berücksichtigt.

Stichprobengröße: 279 Individuen

Rücklauf/Ausfall: Die Daten beziehen sich auf die 279 Probanden, die am Prätest sowie am Posttest 1 teilgenommen haben. Zum Posttest 2, der ein halbes Jahr später nach dem Schuljahreswechsel erhoben wurde, konnten nur 219 Kinder erneut getestet werden.

Literatur

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Klauer, K. J., Willmes, K. & Phye, G. D. (2002). Inducing inductive reasoning: Does it transfer to fluid intelligence? Contemporary Educational Psychology, 27, 1-25.Datensatz 0156732
Eingesetzte Testverfahren
Eingesetzte Testverfahren
Kamratowski, J. & Kamratowski, J. (1969). Wortschatztest für Schulanfänger WSS 1. Weinheim: Beltz.Datensatz 9000567
Schmidtke, A., Schaller, S. & Becker, P. (1980). CPM Raven-Matrizen-Test. Weinheim: Beltz.
Weiss, R. & Osterland, J. (1980). Grundintelligenztest CFT 1 Skala 1. Braunschweig: Westermann.
Weiterführende Literatur
Weiterführende Literatur
Klauer, K. J. (2001). Training des induktiven Denkens. In K. J. Klauer (Hrsg.), Handbuch Kognitives Training (S. 165-209). Göttingen: Hogrefe.Datensatz 0144283
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