Marschallek, Wagner & Jacobsen (2022). Primärdaten zu der Studie „Smooth as glass and hard as stone? On the conceptual structure of the aesthetics of materials“.

Bibliografische Informationen

Ersteller: Marschallek, Barbara E.; Wagner, Valentin; Jacobsen, Thomas

Mitwirkende: Marschallek, Barbara E.; Wagner, Valentin; Jacobsen, Thomas

Förderung:

Titel: Primärdaten zu der Studie „Smooth as glass and hard as stone? On the conceptual structure of the aesthetics of materials“

Jahr der Publikation: 2022

Zitation: Marschallek, B.E., Wagner, V., & Jacobsen, T. (2022). Primärdaten zu der Studie „Smooth as glass and hard as stone? On the conceptual structure of the aesthetics of materials“ [Files auf CD-ROM]. Trier: Psychologisches Datenarchiv PsychData des Leibniz-Institut für Psychologie ZPID. DOI: 10.5160/psychdata.mkba21pr17

Zusammenfassung

In Anlehnung an Fechner (1876)’s „Ästhetik von unten,“ wurde in dieser Studie die Konzeptstruktur der Ästhetik verschiedener Werkstoffe—zum Beispiel, Holz, Leder, Metall—eruiert. Hierzu wurden 1.956 Studenten gebeten Adjektive aufzuschreiben, die man für die Beschreibung der Ästhetik von Werkstoffen verwenden kann. Hierfür hatten sie zwei Minuten Zeit. Die Ergebnisse dieser Teilstichprobe konnten durch die zusätzliche Akquise eines Querschnitts der Bevölkerung (n = 496) repliziert werden. Eine gemeinsame Analyse beider Teilstichproben identifizierte das Adjektiv „glatt“ als den am häufigsten genannten Term, gefolgt von „hart,“ „rau,“ „weich,“ und „glänzend.“ Weiterhin zeigte sich, dass sensorische Eigenschaften—zum Beispiel, „warm“ und „kalt“—die Hauptkonzepte zur Beschreibung der Ästhetik von Werkstoffen sind, und hierbei die große Mehrheit haptische Qualitäten abbilden—zum Beispiel, „kalt“ und „schwer.“ Weiterhin waren die genannten Adjektive vor allem beschreibend, und basierend auf den Ergebnissen einer zusätzlichen Umfrage mit 94 Teilnehmenden, von eher neutraler Valenz. Die Vergleiche der genannten Terme in den einzelnen Werkstoffkategorien ergaben sowohl Gemeinsamkeiten als auch werkstoffspezifische Eigenheiten. Zusätzlich, auch wenn „schön“ nicht als eines der am häufigsten genannten Terme in dieser Studie war, zeigte sich der übliche Vorrang des Schönheitskonzepts für die Ästhetik im Allgemeinen. Insgesamt tragen die Ergebnisse dieser Studie zu dem bereits bestehenden Korpus an Studien zur Konzeptstruktur der Ästhetik bei.

Kodebuch

Kodebuch_mkba21pr17_marschallek_0087_kb
PositionNameLabelValid_valuesMissing_values
1IDVersuchspersonennummern1-2524 "fortlaufende Versuchspersonennummern"-99 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"
2SUBSAMPLEOrt der Datenakquise1 "Universität"
2 "Bürgeramt und Kfz-Zulassungsstelle"
9 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"
3STADTStadt der Datenakquise1 "Hamburg"
2 "Erfurt"
9 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"
4DOMAENEMaterialkategorie1 "Werkstoffe"
2 "Glas"
3 "Holz"
4 "Keramik"
5 "Kunststoff"
6 "Leder"
7 "Metall"
8 "Papier"
9 "Stein"
10 "Textilien"
-99 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"
5ALTERAlter der Versuchspersonen in Jahren11-92 "Alter der Versuchspersonen in Jahren"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
12614400 "fehlender Wert: falsche Angabe"
6GESCHLECHTGeschlecht der Versuchspersonen1 "männlich"
2 "weiblich"
3 "divers"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
7MUTTERSPRACHEMuttersprache/n der Versuchspersonen1 "Deutsch"
2 "eine andere Sprache"
3 "Deutsch und eine/mehrere andere Sprache/n"
4 "mehrere andere Sprachen"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
8MUTTERSPRACHE_BESCHREIBUNGSpezifikation der Muttersprache/n, die nicht Deutsch ist/sindZeichenkette "Spezifikation der Muttersprache/n, die nicht Deutsch ist/sind"9999 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"
9BILDUNGSABSCHLUSSHöchster Bildungsabschluss der Versuchspersonen1 "keinen Abschluss"
2 "Volks-/Hauptschulabschluss/POS 8. oder 9.Klasse"
3 "Mittlere Reife/Realschulabschluss/POS 10. Klasse"
4 "Fachhochschulreife"
5 "Abitur/EOS 12. Klasse"
6 "Ausbildung"
7 "Diplom"
8 "Magister"
9 "Bachelor"
10 "Master"
11 "Promotion"
12 "Habilitation"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
10BESCHAEFTIGUNGDerzeitige Tätigkeit der Versuchspersonen1 "arbeitslos/arbeitssuchend"
2 "berufstätig"
3 "Schüler/-in"
4 "Student/-in"
5 "Azubi/-ne"
6 "Rentner/-in im Ruhestand"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
11EXPERTISESelbsteinschätzung der Versuchspersonen, ob Experte/Expertin im Bereich Werkstoffe1 "ja"
2 "nein"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
12REIHENFOLGEUrteil der Autoren, ob die Reihenfolge der genannten Terme erkennbar ist1 "ja"
2 "nein"
-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
13ANTWORT1erster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "erster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
14ANTWORT2zweiter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "zweiter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
15ANTWORT3dritter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "dritter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
16ANTWORT4vierter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "vierter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
17ANTWORT5fünfter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "fünfter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
18ANTWORT6sechster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "sechster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
19ANTWORT7siebter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "siebter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
20ANTWORT8achter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "achter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
21ANTWORT9neunter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "neunter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
22ANTWORT10zehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "zehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
23ANTWORT11elfter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "elfter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
24ANTWORT12zwölfter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "zwölfter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
25ANTWORT13dreizehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "dreizehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
26ANTWORT14vierzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "vierzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
27ANTWORT15fünfzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "fünfzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
28ANTWORT16sechzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "sechzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
29ANTWORT17siebzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "siebzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
30ANTWORT18achtzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "achtzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
31ANTWORT19neunzehnter genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "neunzehnter genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
32ANTWORT20zwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "zwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
33ANTWORT21einundzwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "einundzwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
34ANTWORT22zweiundzwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "zweiundzwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
35ANTWORT23dreiundzwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "dreiundzwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
36ANTWORT24vierundzwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "vierundzwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
37ANTWORT25fünfundzwanzigster genannter Term der VersuchspersonZeichenkette "fünfundzwanzigster genannter Term der Versuchsperson"-99 "fehlender Wert: keine Angabe"
38EINSCHLUSSEinschluss der Versuchsperson in die Datenanalyse1 "ja"
2 "nein"
-99 "fehlender Wert: nicht spezifiziert"

Studienbeschreibung

Forschungsfragen/Hypothesen:

Forschungsdesign: Teilstandardisiertes Erhebungsinstrument (Fragenformulierung vorgegeben; offenes Antwortformat); einmalige Erhebung

Messinstrumente/Apparate:

Eine ausführliche Methodenbeschreibung findet sich in der zugehörigen Publikation. Die Studie wurde zu unterschiedlichen Zeitpunkten entweder an den Universitäten (Teilstichprobe 1) oder im Bürgeramt beziehungsweise Kfz-Zulassungsstellen (Teilstichprobe 2) im Paper-Pencil-Format durchgeführt. Es wurde ein between-subjects-Design verwendet, dass heißt, die Teilnehmenden wurden randomisiert einer der zehn Werkstoffkategorien zugeteilt. Die Datenerhebung der studentischen Teilstichprobe wurde zu Beginn oder am Ende verschiedener Vorlesungen durchgeführt. Hierzu wurde den Teilnehmenden der Fragebogen gesammelt ausgeteilt. Dieser war mittels eines Klebestreifens verschlossen, um den gemeinsamen Start der Teilnehmenden bestmöglich zu gewährleisten. Die Datenerhebung der zweiten Teilstichprobe wurde mittels individueller Befragungen realisiert. Diese erhielten zusätzlich ein Klemmbrett sowie einen Kugelschreiber, um die Schriftqualität zu erhöhen. In beiden Teilstichproben wurden die Instruktionen sowohl mündlich durch den Versuchsleiter, als auch schriftlich präsentiert—entweder durch die Projektion eines Bildschirms (Teilstichprobe 1) oder mittels laminierten Papierdrucks (Teilstichprobe 2). Die schriftlichen Instruktionen blieben für die Teilnehmenden während der gesamten Aufgabe sichtbar. Die Instruktionen lauteten: “Bitte schreiben Sie Wörter auf, die man zur Beschreibung der Ästhetik von … als Werkstoff verwenden kann. Bitte benutzen Sie nur Adjektive (Eigenschaftswörter). Sie haben ab jetzt 2 Minuten Zeit.“ In Abhängigkeit der spezifischen Materialkategorie, wurden die Instruktionen durch die Wörter „Glas,“ „Holz,“ „Keramik,“ „Kunststoff,“ „Leder,“ „Metall,“ „Papier,“ „Stein,“ „Textilien,“ oder „Werkstoffen“ ersetzt—in der letzten Kategorie wurde die Phrase „als Werkstoff“ ausgelassen. Nach zwei Minuten wurden die Teilnehmenden instruiert das Schreiben zu beenden und um die Angabe demographischer Daten auf der Rückseite des Fragebogens gebeten.

Datenerhebungsmethode:

Erhebung in Anwesenheit eines Versuchsleiters

– Einzelvorgabe
– Gruppenvorgabe
– Papier und Bleistift

Population: Studierende und Besuchende von Bürgerämtern und Kfz-Zulassungsstellen

Erhebungszeitraum:

Die Daten wurden zwischen September 2018 und einschließlich Juni 2019 gewonnen. Die Erhebungen fanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den jeweiligen Räumlichkeiten statt.

Stichprobe: anfallende Stichprobe

Geschlechtsverteilung:

Altersverteilung: 16 bis 92 Jahre

Räumlicher Erfassungsbereich (Land/Region/Stadt): Deutschland/-/-

Probandenrekrutierung:

Die Teilnehmenden der Teilstichprobe 1 wurden über die Vorlesungen akquiriert. Hierzu wurde vorab der Kontakt zu den Lehrenden aufgenommen, um die Erlaubnis zu ersuchen. Die Teilnehmenden wurden dann zu Beginn oder am Ende der Vorlesungszeit gebeten an der Studie teilzunehmen. Die Teilnehmenden der Teilstichprobe 2 wurden in den Bürgerämtern und den Kfz-Zulassungsstellen direkt angesprochen. Hierzu wurde vorab die Erlaubnis der jeweiligen Behörden eingeholt.

Stichprobengröße: 2452 Proband*innen

Rücklauf/Ausfall:

Rücklaufquoten:

Literatur

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Marschallek, B. E., Wagner, V., & Jacobsen, T. (2021). Smooth as glass and hard as stone? On the conceptual structure of the aesthetics of materials. Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts. Advance online publication. https://doi.org/10.1037/aca0000437
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