Zweck & Pargent (2019). Munich Employee Health Questionnaire (MEHQ): Primärdaten der Erhebungswellen 1 und 2 (2016) und 3 (2017).

Bibliografische Informationen

Ersteller: Zweck, Bettina Maria; Pargent, Florian; Kantar Deutschland GmbH

Mitwirkende: Zweck, Bettina Maria; Pargent, Florian gang

Förderung: Kantar Deutschland GmbH

Titel: Munich Employee Health Questionnaire (MEHQ): Primärdaten der Erhebungswellen 1 und 2 (2016) und 3 (2017)

Jahr der Publikation: 2019

Zitation: Zweck, B.M., & Pargent, F. (2019). Munich Employee Health Questionnaire (MEHQ): Primärdaten der Erhebungswellen 1 und 2 (2016) und 3 (2017) (Version 1.0.0) [Daten und Dokumentation]. Trier: Forschungsdatenzentrum des Leibniz Institut für Psychologie ZPID. https://doi.org/10.5160/psychdata.zkba17mu29

Zusammenfassung

Bisher existieren noch keine Testverfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung, die den Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes sowie den Anforderungen der DIN EN ISO 10075-3 zufriedenstellend gerecht werden. Ziel der Erhebungen der Welle 1 und 2 war es deshalb, einen reliablen und validen Fragebogen zur Messung psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz zu entwickeln, den Munich Employee Health Questionnaire (MEHQ). Zur Validierung des MEHQ wurde mit dem Längsschnittsdesign (Welle 3) überprüft, inwiefern mit Belastungen (=Prädiktoren) Beanspruchungsfolgen, der Gesundheitszustand, die Turnover Intention und Fehltage (=Kriterien) 1 Jahr später vorhergesagt werden können. Die Erhebung erfolgte als Online-Befragung, an der insgesamt 1523 erwerbstätige Personen teilnahmen. Der Prozess der Fragebogenentwicklung und die Ergebnisse sind in der Dissertation von Bettina Maria Zweck (2017) detailliert dargestellt.

Kodebuch

Bitte beachten, dass für dieses Kodebuch keine Vorschau verfügbar ist.

Studienbeschreibung

Forschungsfragen/Hypothesen: Ziel der Erhebungen der Welle 1 und 2 war es, einen reliablen und validen Fragebogen zu entwickeln zur Messung psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. Mit dem Längsschnittdesign (Welle 3) soll überprüft werden, inwiefern mit Belastungen (=Prädiktoren) Beanspruchungsfolgen, der Gesundheitszustand, die Turnover Intention und Fehltage (=Kriterien) 1 Jahr später vorhergesagt werden können.

Forschungsdesign: Vollstandardisiertes Erhebungsinstrument (Fragenformulierung und Antwortalternativen vorgegeben); mehrmalige Erhebung

Messinstrumente/Apparate:

„Theoretisch stützt sich der MEHQ auf eine Kombination verschiedener psychologischer Konstrukte und arbeitspsychologischer und systemischer Modelle zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz und verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz. Um diesem Ansatz gerecht zu werden, wurden insgesamt drei Quellen zur Inhaltsgenerierung berücksichtigt: die Checkliste der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie, die wichtige Inhalte eines Fragebogens zur psychischen Gefährdungsbeurteilung definiert, eine selbst durchgeführte Expertenbefragung und die Analyse des Datensatzes des BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012. Die Experten- und Erwerbstätigenbefragung dienten zudem dazu, Hinweise zur Fragebogenkonstruktion abzuleiten. Die Rohfassung des Fragebogens wurde zuerst einem kognitiven Pretest unterzogen und entsprechend der Ergebnisse des Pretests optimiert. Anschließend wurde in zwei quantitativen Studien die finale Struktur des MEHQ explorativ bestimmt und abschließend konfirmatorisch getestet.
Der MEHQ wurde als Online-Verfahren konzipiert. Die finale Version des MEHQ enthält 82 Items (Grundlagenmodul), wovon 27 Items komplett neu entwickelt wurden. Die restlichen Items orientieren sich zwar inhaltlich an Items, die bereits in anderen Fragebögen vorhanden sind, wurden jedoch umformuliert, bevor sie in den MEHQ integriert wurden. Zusätzlich wurde ein Führungskräftemodul entwickelt, das aus 11 Items besteht, wovon alle neu formuliert wurden. Mittels explorativen Faktorenanalysen konnten für das Grundlagenmodul insgesamt 12 Faktoren und für das Führungskräftemodul 2 Faktoren identifiziert werden. Bis auf 2 Faktoren waren alle Faktoren replizierbar“ (Zweck, 2017, S. iii).

Datenerhebungsmethode:

Erhebung in Abwesenheit eines Versuchsleiters
– Online-Erhebung

Population: Erwerbstätige Personen in Deutschland

Erhebungszeitraum:

Welle 1: 11. Mai bis 23. Mai 2016
Welle 2: 25. August bis 9. September 2016
Welle 3: 30. November bis 13. Dezember 2017

Welle 1 und 2: unabhängige Stichprobe
Welle 3: abhängige Stichprobe (Teilnehmende der Welle 1 oder Welle 2 wurden nochmal befragt.)

Stichprobe: Quotenstichprobe (Quoten entsprechend Bildung, Alter, Geschlecht; Vorlage: statistisches Bundesamt)

Geschlechtsverteilung:

48,2% weibliche Probanden (n=734)
51,8% männliche Probanden (n=789)


Altersverteilung: 15 bis 65 Jahre (und älter)

Räumlicher Erfassungsbereich (Land/Region/Stadt): Deutschland

Probandenrekrutierung: Die Stichprobe stammt aus einem Online-Access-Panel in Deutschland des Markt- und Sozialforschungsunternehmens Kantar Deutschland GmbH. Die Befragten dieses Online-Panels bekommen für jeden bearbeiteten Fragebogen Punkte, die ab einer gewissen Anzahl gegen Gutscheine oder Sachgeschenke eingelöst werden können.

Stichprobengröße: Welle 1: 524 Individuen; Welle 2: 999 Individuen; Welle 3: 609 Individuen

Rücklauf/Ausfall: An Welle 3 nahmen 196 Befragte aus Welle 1 und 413 Befragte aus Welle 2 teil.

Literatur

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Zweck, B. M. (2017). Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur psychischen Gefährdungsbeurteilung [Doctoral dissertation]. Ludwig-Maximilians-Universität München. Verfügbar unter: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/21057/Datensatz 0335095
Weiterführende Literatur
Weiterführende Literatur
Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) (2012). Leitlinie Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Berlin: Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz. Verfügbar unter: http://www.gda-portal.de/de/pdf/Leitlinie-Psych-Belastung.pdf?__blob=publicationFile&v=9 (Abgerufen am 18.06.2019)
Nachreiner, F., & Schütte, M. (2005). DIN EN ISO 10075-3 - Eine Ergonomie-Norm mit Anforderungen an Verfahren zur Messung psychischer Belastung, Beanspruchung und ihrer Folgen. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 49(3), 154-160. doi: 10.1026/0932-4089.49.3.154Datensatz 0181507
Wittig, P., Nöllenheidt, C., & Brenscheidt, S. (2013). Grundauswertung der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 mit den Schwerpunkten Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastungen und gesundheitliche Beschwerden. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Verfügbar unter: http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/Gd73.pdf?__blob= publicationFile (Abgerufen am 18.06.2019)
PDF drucken