Alle Daten
Daten-Kooperationsprojekte
Hier präsentieren wir eine Liste aller Kooperationsprojekte, in denen wir mit Forschenden an besonderen Datenbankprojekten zusammenarbeiten. Die Beantragung eines Datenzugangs kann auf den jeweiligen Projektseiten vorgenommen werden.
Berliner Altersstudie
Die multidisziplinäre Berliner Altersstudie (BASE) wurde von der Forschungsgruppe „Altern und Gesellschaftliche Entwicklung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit Instituten und Forschungszentren...
Eine dynamisch wachsende Datenbank zur Angstkonditionierung
Es ist unsere Vision, die kumulative Wissenschaft im Bereich der Forschung zur Konditionierung menschlicher Ängste zu fördern, indem wir Datensätze sammeln und so neue Informationen generieren.
Kuratierte Datensätze
Hier finden Sie eine Liste aller Datensätze, die von unseren Data Stewards kuratiert wurden.
Eschenbeck, H., Lohaus, A., Braig, J., El-Awad, U., Kerkhoff, D., Nilles, H., Rüth, J. & Schmees, P.
Hintergrund: Die Forschungsstudie YOURGROWTH ist Teil des Projekts YOURHEALTH „Stress, Gesundheit und Integration junger Geflüchtete: Zusammenhänge entdecken und Zugang zum Gesundheitswesen verbessern“. Im Rahmen der Längsschnittstudie wurden die Entwicklungsverläufe junger Geflüchteter im Alter von 8 bis 18 Jahren nach der Ankunft in Deutschland untersucht.
Ziele: Das Ziel des Forschungsprojekts war es, Risikofaktoren, die mit negativen Entwicklungsverläufen verbunden sind, und Ressourcen, die mit günstigen Entwicklungsverläufen verbunden sind, zu identifizieren.
Methode: An insgesamt drei Messzeitpunkten im Abstand von ungefähr einem Jahr wurden Selbstberichtfragebögen zu Risikofaktoren, Ressourcen und Befinden von Kindern und Jugendlichen (n eine Teilnahme = 286, n zwei Teilnahmen = 171, n drei Teilnahmen = 97) an drei Studienstandorten in Deutschland ausgefüllt. Um eine möglichst große Anzahl an Personen zu erreichen wurde eine willkürliche Stichprobenziehung (convenience sampling) durchgeführt.
Implikationen: Dieses Wissen kann genutzt werden, um auf die spezifischen Bedürfnisse junger Geflüchteter zugeschnittene Unterstützung bereitzustellen.
Drewes, J. & Gusy, B.
Die Studie 50plushiv ist eine explorative Querschnittsstudie zur Lebenssituation von älteren Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland mit (gesundheits-)psychologischen und gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen.
Die Studie wurde als standardisierte Fragebogenerhebung mit einem Onlinefragebogen und einem Paper-Pencil-Fragebogen realisiert. Das eingesetzte selbst entwickelte Instrument besteht sowohl aus etablierten Skalen und Indizes, als auch aus eigens entwickelten Fragen (batterien). Das Instrument umfasst die folgenden thematischen Bereiche:
• Angaben zur Person und Lebenssituation
• Angaben zur HIV-Infektion
• Umgang mit der HIV-Infektion
• HIV-Stigma und Diskriminierung
• Lebenszufriedenheit und Lebensqualität
• Begleiterkrankungen und weitere gesundheitliche Parameter
• Sexualität
• Gesundheitsverhaltensweisen
• Inanspruchnahme von Vorsorgeleistungen
• Soziale Unterstützung und Einsamkeit
• Aspekte der medizinischen Versorgung
• Krankenhausaufenthalte und Rehabilitationsmaßnahmen
• Unterstützung und Unterstützungsbedarfe im Alltag
• Wohnen im Alter
• Sorgen
Es wurde eine ad hoc-Stichprobe realisiert mit 907 HIV-positiven Teilnehmer*innen, die das 50. Lebensjahr erreicht haben und in Deutschland leben.
Markwart, H., Bomba, F., Ernst, G., Menrath, I. & Schmidt, S.
Zwei kooperierende Projekte ModuS-T („Erwachsenwerden mit ModuS: Fit für den Wechsel“) und Transition („Förderung der Gesundheitsversorgungs-Kompetenz von Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen in der Transition von pädiatrischen zu Erwachsenenversorgungssystemen“) haben in diesem Datensatz ihre Daten zusammengefasst. Zielgruppe waren chronisch kranke Jugendliche im Alter von 13-24 Jahren (und deren Eltern). Das Ziel beider Projekte war das Entwickeln und Erproben eines indikationsübergreifenden Schulungsansatzes zur Vorbereitung von Jugendlichen auf die Transition. Das Projekt ModuS-T entwickelte darüber hinaus auch Module für Eltern. Entstanden ist ein 1,5 tägiger Workshop für Jugendliche und deren Eltern, welcher erprobt wurde. Der Workshop basiert auf den Prinzipien des modularen Schulungsprogramms ModuS, welches aus krankheitsspezifischen und – übergreifenden Modulen besteht und auf das Empowerment der Teilnehmenden ausgerichtet ist. Weiterführende Informationen zu den Projekten und deren Ergebnissen finden sich in Ernst et al. (2017), Menrath et al. (2018) und Schmidt et al. (2016).
Grund, A., Fries, S. & Senker, K.
Ziel der Studie war es insbesondere verschiedene Aspekte der Selbstregulation mit dem Alltagserleben Studierender initial in Beziehung zu setzen ("Vorstudie"). Im Fokus standen die Konstrukte Achtsamkeit, Selbstkontrolle, Affekt und Motivation. Die Besonderheit der Studie besteht darin, dass diese Konstrukte sowohl auf Trait- als auch auch State-Ebene operationalisiert wurden. Stichprobe war eine Gelegenheitsstichprobe von Studierenden (N = 57) der Universität Bielefeld. Der Studienaufbau war wie folgt: zunächst wurden die Studierenden in Kleingruppen mit dem Studienauflauf vertraut gemacht. Zudem erfolgte die Trait-Messung der verschiedenen Konstrukte (z.B. Trait-Achtsamkeit und Selbstkontrolle) per Selbstberichtsfragebogen und die Studienteilnehmer*innen luden eine Experience-Sampling (ES)-Software (LifeData) auf die privaten Smartphones. Anschließend machten sie über eine Wochen Angaben zu ihrem momentanen Erleben und Verhalten zu zufälligen Zeitpunkten über den Tag verteilt (insgesamt bis zu 35 Messungen pro Person). Zentrale Konstrukte im ES waren momentaner Affekt, Achtsamkeit und motivationales Konflikterleben. Im Anschluss hieran erhielten die Studienteilnehmer*innen abhängig von ihrer Compliance bei der Durchführung des ES eine monetäre Vergütung von bis zu 40 Euro und beantworteten zur Feststellung möglicher Veränderungen über die Zeit erneut einige der Trait-Fragebögen.
In einer ersten Publikation zeigte sich, dass Trait- und State-Achtsamkeit konvergieren und mit einem geringeren Konflikterleben einhergehen, auch wenn die momentane Befindlichkeit der Studienteilnehmer*innen kontrolliert wurde (Senker, Fries, & Grund, 2020).
Aufgrund des hohen Aufwands von ES-Studien wurden über diese zentrale Konstrukte hinaus sowohl auf Trait- als auch State-Ebene noch weitere Konstrukte erfasst (z.B. Trait-Wohlbefinden, Leistungsmotiv und Reaktionen auf Konflikterleben). Insbesondere gab es zusätzlich zum ES täglich zu einem festgelegten Zeitpunkt einen "Abendfragebogen", in dem Einschätzungen zur täglichen Zeitnutzung, Stresserleben und Leistungsemotionen abgegeben werden sollten. Hierzu sind bislang keine Veröffentlichungen erfolgt.
Brähler, E.
In der vorliegenden Untersuchung wurde eine repräsentative Erhebung in der gesamten Bundesrepublik durchgeführt, deren Datenbasis zur Standardisierung
- des Gießen-Tests (GT; Beckmann, Brähler & Richter, 1991)
- der Kurzform des Gießener Beschwerdebogens (GBB-24; Brähler, Schumacher, Brähler, 2000)
- des Fragebogens zum erinnerten elterlichen Erziehungsverhalten (FEE; Schumacher, Eisemann & Brähler, 1999) und
- des Fragebogens zur Lebenszufriedenheit (FLZ; Fahrenberg, Myrtek, Wilk & Kreutel, 1986; Schumacher, Laubach & Brähler, 1995) verwendet wurden.
Als weitere Testverfahren kamen der Fragebogen zur Erfassung der Belastungsverarbeitung (modifizierte Form des Angstbewältigungsinventars/ ABI; Krohne, Schumacher & Egloff, 1992) sowie die Skalen des Inventars zur Erfassung interpersonaler Probleme (IIP; Horowitz, Strauß & Kordy, 1994) zum Einsatz.
Insgesamt wurden 3047 Personen zwischen 14 und 92 Jahren befragt, davon 2025 Bewohner der alten und 1022 der neuen Bundesländer. Zusammenhänge zwischen den Skalen der verschiedenen Testverfahren wurden ebenso analysiert wie Einflüsse von soziodemographischen Merkmalen oder Einstellungen zu Gesundheit und Politik.
Neben der Standardisierung der genannten Verfahren dienten die Forschungsdaten auch als Grundlage verschiedener weiterer Untersuchungen, beispielsweise zur Alters- und Geschlechtsabhängigkeit von körperlichen Befindlichkeiten, von Ost-West-Unterschieden oder zu Analysen von Subgruppen (Altersgruppe 60-92-Jährige, Arbeitslose, u.a.)(siehe „Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen“).
Zum Giessen-Test und zum GBB-24 liegen inzwischen Neunormierungen vor (Spangenberg, L. & Brähler, E., 2011; Brähler, E., Hinz, A. & Scheer, J.W., 2008).
Bereitgestellt werden die Forschungsdaten der Repräsentativerhebung ohne die Vari
Steyer, R., Schwenkmetzger, P., Notz, P. & Eid, M.
Unter Befindlichkeit verstehen die Testautoren den aktuellen psychischen Zustand eines Individuums, der sich in Abgrenzung von anderen psychischen Eigenschaften wie folgt charakterisieren lässt (vgl. Steyer, Schwenkmezger, Notz & Eid, 1997): Befindlichkeit kennzeichnet das momentane innere Erleben und Empfinden eines Individuums ("erlebnismäßig repräsentiert") und nicht beobachtbares Verhalten. Eine Befindlichkeit ist im Gegensatz zu Gefühlen nicht auf spezifische Objekte (z.B. Personen, Dinge, Ereignisse, Organe) oder Situationen gerichtet und ist nicht an spezifische, erlebnismäßig präsente Ursachen gebunden. Sie lässt sich anhand dieser Kriterien von Einstellungen, Bedürfnissen und Organempfindungen abgrenzen. Im Gegensatz zu Motiven fehlt der Befindlichkeit die Zielgerichtetheit (Intentionalität) und im Vergleich zu Motiven und Persönlichkeitseigenschaften ist die Befindlichkeit durch eine geringere zeitliche Stabilität gekennzeichnet. Die Autoren vertreten ein mehrdimensionales Befindlichkeitskonzept. Sie gehen dabei auf Grundlage vorliegender Befunde sowie eigener exploratorischer und konfirmatorischer Faktorenanalysen (Eid, Notz, Schwenkmezger & Steyer, 1994) von der Bipolarität der zugrundeliegenden Stimmungsdimensionen aus. Der vorliegende Datensatz aus der Entwicklung des "Mehrdimensionalen Befindlichkeitsfragebogen" (MDBF) umfasst neben den Befindlichkeitsurteilen von 503 Vpn eine Vielzahl weiterer Angaben zu situativen und personalen Bedingungen. Der Fragebogen wurde zu vier Messzeitpunkten im Abstand von ca. 3 Wochen vorgelegt. Neben den Primärdaten werden auch Skalenwerte zum Mehrdimensionalen Befindlichkeitsfragebogen mitgeteilt.
Krampen, G.
Bei den Hoffnungslosigkeits-Skalen (H-Skalen) handelt es sich um die deutsche Weiterentwicklung eines von Beck, Weissman, Lester und Trexler (1974) entwickelten Instruments zur Erfassung von Optimismus versus Pessimismus bezüglich des eigenen Lebens und der eigenen Person. Der theoretische Hintergrund der H-Skalen liegt zum einen in der kognitiven Theorie zur Depression von Beck (1972), zum anderen in dem von Stotland (1969) vorgelegten instrumentalitätstheoretischen Ansatz zur Hoffnungslosigkeit. Ferner weist das Konzept Bezüge zur Theorie der Gelernten Hilflosigkeit und zur psychoanalytischen Theorienbildung auf (Krampen, 1979, 1982). Hoffnungslosigkeit kann als komplexes erwartungs-wert-theoretisches Konstrukt verstanden werden, das neben reduzierten Kompetenz- und Kontingenzerwartungen veränderte Bewertungen von Handlungs- und/oder Lebenszielen umfasst (Krampen, 1994, S. 5). In diesem Sinne ordnete Krampen (1987) das Konstrukt auf der Ebene relativ hoch generalisierter subjektiver Erwartungen und Valenzen in ein handlungstheoretisches Partialmodell der Persönlichkeit (HPP) ein. Neben dem Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK; Krampen, 1991; siehe die Beschreibung in PSYNDEX Tests Dok.-Nr. 2361) liegt damit ein weiteres handlungstheoretisches Persönlichkeitsdiagnostikum vor, mit dem Krampen (1994) versucht, die in der faktorenanalytischen Tradition stehende rein beschreibende Persönlichkeitspsychologie zugunsten einer eher theoriegeleiteten Psychodiagnostik abzulösen. Das Verfahren entstand ursprünglich im Forschungskontext der Untersuchung von Depressivität und Suizidalität, dem subjektiven Befinden von Gesunden sowie psychisch als auch physisch und psychosomatisch Kranken (Krampen, 1979). Die Items sprechen im besonderen die Qualität der Zukunftserwartung der Pbn im Sinne herabgesetzter Zielvorstellungen an. Sie betreffen negative Erwartungen über sich selbst, über die personspezifische Umwelt und ihr zukünftiges Leben. Das Verfahren liegt in jeweils zwei Parallelformen der ursprünglichen Standardversion sowie einer revidierten Version vor: (1) Standardversion H-S-Skala mit 20 alternativ zu beantwortenden Items (richtig/falsch), die in zwei parallelen Halbformen mit jeweils 10 Items vorliegt (H-SA-Skala, H-SB-Skala); (2) Revidierte Version H-R-Skala mit 20 auf sechs Stufen zu beantwortenden Items (sehr falsch bis sehr richtig), die ebenfalls in zwei Parallelformen mit jeweils 10 Items vorliegt (H-RA-Skala, H-RB-Skala). Der vorliegende Datensatz umfasst die Daten einer repräsentativen Stichprobe von deutschen Erwachsenen aus dem Jahre 1990 (N=2051), die zur Normierung der H-Skalen herangezogen wurden (Krampen, 1994). Neben den 20 Items des Verfahrens wurden eine Vielzahl sozio-ökonomischer Variablen erfasst.
Fahrenberg, J.
Die Freiburger Beschwerdenliste FBL ist ein Fragebogen zur Erfassung körperlicher Beschwerden bei Jugendlichen und Erwachsenen (von 16 Jahren bis ins hohe Alter). Die aktuellen bzw. situativ bedingten sowie die chronisch-habituellen Körperbeschwerden sind nach funktionellen Syndromen bzw. Organsystemen gegliedert. Der aus den Items gebildete Summenwert ist ein Index der körperlichen Beschwerdenneigung (Klagsamkeit).
Die Skalenbezeichnungen sind: Allgemeinbefinden, Emotionale Reaktivität, Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Kopf-Hals-Reizsyndrom, Anspannung, Sensorik, Schmerz, Motorik, Haut, sowie Beschwerden-Summe.
Die FBL wurde durch wiederholte Item- und Faktorenanalysen aus einer Zusammenstellung von ursprünglich 230 Fragen entwickelt und anschließend auf 78 Items in 10 Skalen zuzüglich der Beschwerdensumme reduziert. In diesen Analysen zeigte sich, dass die Beantwortung nach "Häufigkeit" bzw. "Intensität" der Beschwerden zu strukturell weitgehend äquivalenten Lösungen führte. Diese erste Version der Freiburger Beschwerdenliste wurde an einer breit streuenden Auswahl von 330 Gesunden und Patienten sowie an einer relativ homogenen Gruppe von 400 Studenten überprüft, und die Zusammenhänge mit anamnestischen und anderen klinischen Kriterien wurden beschrieben (Fahrenberg, 1966, 1975; Hampel & Fahrenberg, 1982).
Im Jahr 1993 wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) eine repräsentative Erhebung (N=2070) unternommen, um die FBL testmethodisch zu überprüfen, zu rekonstruieren und zu normieren (Fahrenberg, 1994). Diese statistischen Analysen mittels Clusteranalysen und Faktorenanalysen bestätigten vier der 10 Skalen in befriedigender Weise, legten jedoch für die anderen Skalen eine modifizierte Itemselektion nahe. Es wurde eine Skala "Müdigkeit" neu gebildet und die Items der Skala Motorik z. T auf die Skalen Anspannung verteilt bzw. eliminiert. Die 4 Skalen Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Emotionale Reaktivität und Sensorik sind in beiden Versionen identisch. Die revidierte FBL-R ist der bisherigen FBL-G testmethodisch überlegen. Als FBL-G wird jedoch auch die ursprüngliche Fassung mit 10 Skalen und 78 Items weitergeführt, damit Vergleiche mit früheren Untersuchungen möglich bleiben. Der Fragebogen enthält 80 Items, so dass sowohl die Skalenwerte der FBL-R als auch der FBL-G ausgewertet werden können.
FBL-R ist die revidierte Version der FBL mit 71 Items in 9 Skalen:
Allgemeinbeschwerden (8 Items), Müdigkeit (7 Items), Herz-Kreislauf-Beschwerden (8 Items), Magen-Darm-Beschwerden (8 Items), Kopf-Hals-Reizsyndrom (8 Items), Anspannung (8 Items), Emotionale Reaktivität (8 Items), Schmerzen (8 Items), Sensorik (8 Items) und Beschwerdensumme (aus den 71 Items).
Die Repräsentativerhebung wurde genutzt, um über die FBL hinaus soziodemographisch und psychologisch interessante Daten zu gewinnen. Der Fragebogen enthielt nach dem Block der 80 FBL-Items Fragen zu den Bereichen berufliche Belastung, Lebenszufriedenheit, Risikofaktoren, Arztbesuchen, Medikamenteneinnahme, Psychotherapie u.a.
Die FBL-R kann in der Persönlichkeitsforschung zum Assessment der individuellen Neigung zu Beschwerden sowie in der klinisch-psychologischen Diagnostik eingesetzt werden: für Aufgaben des Screenings, der Diagnostik, Indikation und Bewährungskontrolle im Bereich von Psychotherapie, Rehabilitation und Gesundheitspsychologie sowie Arbeitspsychologie. Körperliche Beschwerden beeinträchtigen auch die allgemeine Lebenszufriedenheit.
Fahrenberg, J., Myrtek, M., Brähler, E. & Schumacher, J.
Der Fragebogen zur Lebenszufriedenheit FLZ wurde auf der Basis einer 1994 durchgeführten Erhebung bei 2870 Bewohnern der alten und neuen Bundesländer im Alter von 14 bis 92 Jahren rekonstruiert und normiert. Mit insgesamt 70 Items erfasst der FLZ die individuelle Zufriedenheit in 10 Lebensbereichen: (1) Gesundheit, (2) Arbeit und Beruf, (3) Finanzielle Lage, (4) Freizeit, (5) Ehe und Partnerschaft, (6) Beziehung zu den eigenen Kindern, (7) Eigene Person, (8) Sexualität, (9) Freunde, Bekannte, Verwandte, (10) Wohnung. Aus den Skalenwerten wird ein Index der globalen Lebenszufriedenheit gebildet, doch wurden nur die Skalenwerte 1, 3, 4, 7 bis 10 summiert, da bei relativ vielen Personen die Skalen Arbeit und Beruf, Ehe und Partnerschaft sowie Beziehung zu den eigenen Kindern unbeantwortet blieben. Die Skalenwerte des FLZ repräsentieren die individuellen Bewertungen der vergangenen und gegenwärtigen Lebensbedingungen und der Zukunftsperspektive. Die Differenzierung in zehn Bereiche wurde deduktiv vorgenommen und dann faktorenanalytisch in den Selbstbeurteilungen der Durchschnittsbevölkerung belegt.
Der standardisierte Fragebogen ermöglicht es, die individuelle Zufriedenheit in zehn Lebensbereichen zu erfassen und mit bevölkerungsrepräsentativen Normen zu vergleichen. Der FLZ kann in der klinischen Diagnostik und bei anderen Aufgaben des psychologischen Assessment eingesetzt werden, um die globale und die bereichsspezifische Lebenszufriedenheit zu erfassen. Die Lebenszufriedenheit kann unter anderem für das Krankheitserleben und das Krankheitsverhalten sowie für den Rehabilitationsverlauf wichtig sein.
Im Testmanual (Fahrenberg, Myrtek, Schumacher & Brähler, 2000) sind – nach einer theoretischen Übersicht mit neueren Untersuchungsergebnissen – ausführlich die Datenerhebung, die Skalenkonstruktion und weitere Befunde dargestellt. Die vom Unabhängigen Service für Umfragen, Methoden und Analysen Berlin (USUMA) durchgeführte Erhebung enthielt eine Anzahl soziodemographischer und psychologischer Informationen, deren Beziehungen zu den FLZ-Skalen analysiert wurden. Darüber hinaus umfasste das Projekt weitere Fragebogen, deren Ergebnisse im Testmanual und in weiteren Publikationen berichtet wurden.
Die endgültige Fassung des Fragebogens zur Lebenszufriedenheit FLZ war eine Gemeinschaftsarbeit der Forschungsgruppe Psychophysiologie, Psychologisches Institut der Universität Freiburg, und der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig. Vorausgegangen war ein Forschungsprojekt über die psychologische und medizinische Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Patienten (Fahrenberg, Myrtek, Wilk & Kreutel, 1986). Erst die Repräsentativerhebung 1994 (Brähler & Richter, 1995; Schumacher, Laubach & Brähler, 1995, Schumacher, Wilz & Brähler, 1997) schuf die breite empirische Basis für die Überprüfung der Skalenkonstruktion und für die Normierung. Außerdem wurden die zwei Skalen Freunde, Bekannte, Verwandte und Wohnung hinzugefügt (Schumacher et al., 1995).
Die 1986 gewählte Bezeichnung Fragebogen zur Lebenszufriedenheit FLZ wurde für die Publikation der erweiterten Fassung beibehalten, obwohl es inzwischen einen anderen Fragebogen mit demselben Namen gibt (Henrich & Herschbach, 2000; Herschbach, 1999).
Der vorliegende Datensatz umfasst die Normierungsdaten des FLZ, jedoch nicht die Daten der anderen eingesetzten Erhebungsverfahren.
Holtmann, J., Bohn, J., Koch, T., Luhmann, M. & Eid, M.
Die dem Datensatz zugrundeliegende Studie hatte zum Ziel, Veränderungen in den sozialen Beziehungen, der Bindung, Lebenszufriedenheit, Einsamkeit, sowie im subjektiven Wohlbefinden junger Erwachsener im ersten Jahr nach dem Abitur zu erfassen. Hinsichtlich der Bindung wurde die Beziehung zu einem Elternteil, dem / der BeziehungspartnerIn (falls vorhanden), sowie zu maximal 5 FreundInnen berücksichtigt. Es handelt sich um eine multimethodale Längsschnittstudie, in welcher die Veränderung genannter Variablen über die Zeit aus verschiedenen Perspektiven erfasst wurde. Neben der Selbsteinschätzung der verschiedenen Variablen durch die AbiturientInnen (Zielperson) wurden auch 1) die Selbsteinschätzung der Bindung von Beziehungspersonen an die Zielperson, sowie 2) die Fremdeinschätzung verschiedener Eigenschaften der Zielperson durch die verschiedenen Beziehungspersonen erfasst. Fremdeinschätzungen wurden entsprechend von einem Elternteil pro Target (Messzeitpunkte 1-4), dem/der BeziehungspartnerIn (falls vorhanden; Messzeitpunkte 1-4), sowie bis zu 5 FreundInnen (Messzeitpunkte 2-4) erfasst. Die Daten wurden im Rahmen einer Online-Befragung erhoben.
Bisherige Analysen der Daten untersuchten a) die Stabilität bzw. Veränderung dyadischer Bindung im jungen Erwachsenenalter, b) die Unterschiedlichkeit der Bindung zu unterschiedlichen Bindungspersonen, c) Bindung aus der Perspektive verschiedener Bindungspersonen, d) die Konvergenz in der Einschätzung von Einsamkeit durch verschiedene Bindungspersonen, e) die konvergente Validität von Selbst-, Freundes-, und Elternratings in der Messung der Veränderung von subjektivem Wohlbefinden.